Integration

Unsere Dorfgemeinschaft unterliegt dem ständigen demographischen Wandel betreffend

  • Altersstruktur, 
  • Anzahl Frau/Mann, 
  • Anteil der Einheimischen, Ausländer, und Eingebürgerten,
  • Zuzug und Fortzug.

Ziel ist es, für ein soziales, kulturelles und religiöses gutes und tolerantes Miteinander eine Grundlage für die bestmögliche Integration zu schaffen.
Hierfür macht es sich die Projektgruppe INTEGRATION in einem ersten Schritt zur Aufgabe einen demographischen Fußabdruck von Fuchstal zu erstellen.

Kontakt

Im Fuchstal halten’s alle zsamm

Freinacht 2021

Mehrfach wurde über den schlimmen Freinacht-Angriff auf eine syrische Familie in Leeder berichtet. Das Schicksal der Familie, die kurz nach Ostern ihren Familienvater durch Covid 19 verloren hat und in der Freinacht durch einen vermutlich fremdenfeindlichen Angriff zusätzlich belastet worden ist, ist vielen Menschen sehr nahe gegangen.

Zum Zuckerfest, das alle Muslime am Ende des Fastenmonats Ramadan feiern, haben nun Fuchstaler Bürger_innen vom Kindergartenkind bis zur 92-jährigen Großmutter eine Überraschung für die Familie Hammudeh vorbereitet:
Die Kinder der Offenen Ganztagsschule haben ein wunderschönes Mobile aus Süßigkeiten und Selbstgebasteltem gestaltet und der ehemalige Integrationsbeauftragte Sepp Huber hat seinen berühmten “Kugelhupf” (ein Guglhupf mit Kokoskugeln) gebacken.
Junge Künstlerinnen haben eine große Kiste mit bunten Blumen bemalt und diese wurde mit vielen Süßigkeiten, Spielsachen und weiteren Geschenken randvoll gefüllt. Um die Kiste rankt eine Girlande aus zahllosen Glückwunschkarten, die Bürger_innen aus ganz Fuchstal und Unterdießen der Familie geschrieben haben. Neben guten Wünschen zum Zuckerfest ist jede einzelne Karte auch ein Zeichen dafür, dass die Familie in Fuchstal herzlich willkommen ist.

So brachte Fuchstal ein Licht der Zuversicht in das Zuckerfest 2021 für die Familie Hammudeh!

EID MUBARAK!

Stellungnahme der Gemeinde Fuchstal (Webseite) zu dem Vandalismus-Vorfall in der Freinacht

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde in Leeder ein Wohnhaus attackiert und mit zwei gezielten Würfen die Glasscheibe der Haustüre durchlöchert. Dies ist ein krimineller Akt und hat nichts mit Freinachtbräuchen zu tun. Die Polizei war vor Ort. Besonders betroffen macht uns, dass das Ziel des Anschlags ein von Mitbürgern ausländischer Herkunft bewohntes Haus war. Wir hoffen, dass weitere und gründliche Untersuchungen keinen fremdenfeindlichen Hintergrund ergeben.

Stellungnahme des Bürgerforums Buntes Fuchstal zu dem Vandalismus-Vorfall in der Freinacht

Das Bürgerforum ist entsetzt über diesen feigen Ausbruch von Gewalt und schließt sich in vollem Umfang obiger Erklärung der Gemeinde Fuchstal an.

Unser tiefes Mitgefühl gehört den beiden betroffenen Familien, die in diesem Haus wohnen.

Jede:r Bürger:in muss sich sicher fühlen können in unseren Dörfern. Freinachtscherze sind Brauchtum, Gewalt allerdings gehört nicht dazu. Steinewerfen in bewohnte Gebäude ist Gewalt, ist mehr als eine reine Sachbeschädigung, diese Tat verängstigt und bedroht Menschen, und ist klar zu verurteilen.

Hinzu kommt in diesem besonderen Fall, dass es sich bei den Opfern um zwei syrische Familien handelt. Alleine der Verdacht eines fremdenfeindlichen Hintergrunds, für den einige Indizien sprechen, ist unerträglich. Wir werden versuchen, alles dafür zu tun, den betroffenen Familien ihre Angst zu nehmen und ihnen zu signalisieren, dass sie in Fuchstal willkommen sind. Wir danken dem Helferkreis Fuchstal für seinen schnellen und enormen Einsatz.

In Zukunft werden wir unsere bisherigen Anstrengungen zu Prävention und Jugendarbeit noch weiter verstärken und versuchen dies, mit dem dafür so wichtigen und vielfältigen Vereinsleben sowie dem Ehrenamt in Fuchstal abzustimmen. Nach eineinhalb Jahren Corona, in denen Jugendarbeit und Perspektive für Jugendliche schwer gelitten haben, ist hier sicher eine besondere Anstrengung angebracht.

Fuchstal ist eine ausgesprochen liebenswerte und friedliche Gemeinde. Jede:r von uns weiß, dass nicht nur unsere Jugendlichen sehr freundlich sind, jede:r grüßt jede:n auf der Straße und es gibt grundsätzlich keine Probleme. So soll es bleiben, das wünschen wir uns alle.

April 2020: Corona-Masken “Made in Fuchstal”

Seit dem 27. April 2020 gibt es in Bayern eine Maskenpflicht für alle ab 6 Jahren. Doch woher bekomme ich eine Maske? Im Internet bestellen – mit Liefertermin irgendwann im Mai? Selbst nähen?
Vor diese Herausforderungen wurde jede*r von uns gestellt – doch wie lösen Geflüchtete bei uns das Problem, an ausreichend Masken für die ganze Familie zu kommen? Keiner von ihnen hat eine Nähmaschine und kennt auch hier niemanden, der helfen kann. Zu kaufen gab es im Ort gar nichts außer teuren Einwegmasken, für sie unerschwinglich.
Claudia Heinzl vom Verein Bürgerforum Buntes Fuchstal, die schon vor Ostern zusammen mit Ingrid Stützl den Fuchstaler Bürger*innen angeboten hatte, Stoffmasken zu nähen und umgehend viele Aufträge erhielt, hat sich sofort bereit erklärt, auch die knapp 70 Geflüchteten in Fuchstal zu unterstützen. Zusammen mit Claudia Roos (ebenfalls im Bürgerforum engagiert) und Christiane Ott-Berger vom Helferkreis Fuchstal hat sie es geschafft, alle Geflüchteten mit Community-Masken auszustatten.

“Die Geflüchteten sind überglücklich “, freut sich Beate Tschuri vom Helferkreis, die die Masken in die Unterkünfte gebracht hatte. “Sogar die kleinen Kinder unter sechs wollten eine Maske haben. Da hab ich dann zuhause noch ein paar Bärchen-Masken genäht. Jetzt sind alle zufrieden und versorgt.”
Der Integrationsbeauftragte Sepp Huber staunte nicht schlecht: “Ein tolles Engagement, ich hab nur noch den Aufruf zum Maskentragen und eine Anleitung an die Geflüchteten verteilt. Im Fuchstal haltens einfach alle zsamm!”